Kafla

Im Nordosten Islands befindet sich ein über 90 Kilometer langer vulkanischer Spaltenschwarm, d.h. ein Vulkansystem, das durch die Krustendehnung der Kontinentalplatten gebildet wurde und das in der Vergangenheit immer wieder zu Spalteneruptionen führte. Diese Aufnahme zeigt den 818 Meter hohen Zentralvulkan Krafla etwa 15 Kilometer nördlich von Reykjahlið, der Teil dieses Spaltenschwarms ist.

Durch die Explosion des Stóra-Vítí an der Westflanke er Krafla wurden 1724 die sogenannten Mývatn-Feuer eingeleitet. Die Eruptionen hielten damals bis 1729 an und riefen sich 1746 noch einmal durch mehrere Ausbrüche in Erinnerung. Von der Ringstraße aus führt die Straße 863 an einem Kraftwerk vorbei zum Explosionskrater Viti, auf dessen Kraterrand sich ein Rundweg befindet.

Das Vulkansystem ist immer noch sehr aktiv. Zwischen 1977 und 1984 ereigneten sich zahlreiche Eruptionen in dieser Region, die als Krafla-Feuer in die Geschichte eingingen. An den Berghängen der Krafla und dem benachbarten Leirhnjúkur bis zum See Mývatn gibt es zahlreiche Solfataren und heiße Quellen, die auf die anhaltende vulkanische Aktivität dieser Region hindeutet.
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