Gotischer Bogen in Hafnarfjörður

Schon Ende des Mittelalters war Hafnarfjörður ein wichtiger Handelsplatz vieler europäischer Seefahrer, da der natürlich geschützte Hafen einen guten Zugang zu den großen Fischgründen vor Islands Westküste bot. Nach langer Rivalität zwischen Engländern und Deutschen setzte sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts die deutsche Hanse schließlich nach kämpferischen Auseinandersetzungen durch. Hamburger Kaufleute errichteten 1533 in Hafnarfjörður die erste lutherische Kirche Islands, in der gut 70 Jahre lang deutsche Pfarrer den Gottesdienst hielten. Nach Einführung des dänischen Handelsmonopols zu Beginn des 17. Jahrhunderts ließ König Christian IV. jedoch alle ausländischen Gebäude abreißen, die sich auf Ländereien der dänischen Krone befanden.

Zur Erinnerung an die erste protestantische Kirche und die Hamburger Hansekaufleute errichtete der Hamburger Künstler Hartmut "LUPUS" Wolf den Gotischen Bogen am alten Hafenbecken im Stadtzetrum. Das Steinwerk ist 6,50 Meter hoch, wiegt rund 20 Tonnen und besteht aus isländischem Basalt und deutschem Edelstahl.

Die feierliche Einweihung und Enthüllung des Denkmals fand am 1. Juli 2003 durch den deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau und den isländischen Staatspräsidenten Olafur Ragnar Grimsson statt.
Fjörukráin Hafnarfjörður Hallgrimskirkja Reykjavik Gotischer Bogen

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