Vulkan Grábrók

Etwa 30 Kilometer nordlich vom Borgarfjörður befinden sich im Tal Norðurárdalur direkt an der Ringstraße der Schlackenvulkan Grábrók. Genau genommen handelt es sich um drei Krater, wobei der 170 Meter hohe Stóra-Grábrók als Hauptkrater anzusehen ist. Direkt daneben befindet sich an der Straße der kleine Litla-Grábrók, der jedoch in der Mitte des 20. Jahrhunderts zugunsten des Straßenbaus zu einem großen Teil abgetragen wurde. Westlich des großen Stóra-Grábrók liegt der dritte Krater Grábrókarfell.

Die Grábrók-Krater entstanden wahrscheinlich vor etwa 3.600 Jahren. Aus ihnen floss eine Alkali-Olivin-Basaltlava aus und bildete das Lavafeld Grábrókarhraun. Die Schlackenkrater sind die östlichsten im Vulkansystem Ljósufjöll, das zur Flankenriftzone der Snæellsnes-Halbinsel gehört. Der Zentralvulkan des Systems mit der Magmakammer liegt im westlichen Hnappadalur und erreicht mit dem Gipfel Miðtindur eine Höhe von 1.045 Meter.

Im Jahr 1962 wurden die drei Krater Grábrókargígar unter Naturschutz gestellt. Auf der Lava wachsen Moose und Heide sowie einige Birkensträucher. Um die empfindliche Vegetation nicht zu gefährden, dürfen bei einem Rundgang durch das Gebiet die markierten Pfade nicht verlassen werden. Der Aufstieg zum Kraterrand des Stóra-Grábrók ist vom Parkplatz aus einfach. Der Weg besteht aus Holzblanken und Treppenstufen und kann daher auch von ungeübten Wanderern problemlos begangen werden.
Statue Erik der Rote in Eiríksstaðir Krater des Stóra-Grábrók Grábrók
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