Hallmundarhraun

Das über 50 Kilometer lange Lavafeld Hallmundarhraun entstand vor etwa 1100 Jahren und breitet sich nordwestlich des Gletschers Langjökull aus. Die Lavamassen flossen bis ins Tal Reykholtdalur, wo unter dem Gráhraun die Hraunfossar hervorsprudeln. Bei den Laven im Hallmundarhraun handelt es sich vorrangig um Pahoehoe-Laven. Dieser Begriff stammt aus der Sprache der Ureinwohner von Hawaii. In der Geologie versteht man darunter eine Basaltlava, die aus sehr heißem und daher dünnflüssigem Magma entstanden ist. Oft bildet sich beim Abkühlen an der Oberfläche der basischen Lava ein Strickmuster, wie es auch hier im Hallmundarhraun häufig anzutreffen ist.

Bekannt ist das Lavafeld vor allem für seine großen Lavahöhlen. Die größten und bekanntesten darunter sind die rund vier Kilometer lang Kalmanshellir, die fast zwei Kilometer lange Surtshellir sowie die 1585 Meter lange Viðgelmir. Ganz im Süden des Lavafeldes liegt die rund 500 Meter lange Eishöhle Íshellir, deren Boden ganzjährig mit Eis bedeckt ist.

Diese Aufnahme zeigt das Hallmundarhraun mit dem Eingang der Höhle Viðgelmir. Im Hintergrund die der Schildvulkan Ok mit seiner Eiskappe zu sehen.
Bildhauer Páll Guðmundsson in Husafell Lavahöhle Viðgelmir Hallmundarhraun
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