Eckdaten der isländischen Wirtschaft
 

Bis in die 1980er Jahre war Island eine eher regulierte Volkswirtschaft mit vielen Eingriffen von staatlicher Seite. Im Laufe der Zeit wurde die isländische Wirtschaft immer mehr entflechtet und liberalisiert. Seit 1991 wurden dann auch zahlreiche Staatsunternehmen privatisiert. Mit der Gründung des Europäischen Wirtschaftsraumes gelten zwischen Island und den anderen Teilnehmerländern der freie Waren-, Dienstleistungs-, Kapital- und Personenverkehrs.

Die folgende Tabelle beinhaltet einige makroökonomische Daten Islands aus dem Jahr 2010.

Einwohner

318.452

Bruttoinlandsprodukt (BIP)

8,5 Mrd. Euro (1,38 Billion ISK)

BIP je Einwohner

ca. 26.543 Euro (4,3 Mrd. ISK)

Export

ca. 5,36 Mrd. Euro (869 Mrd. ISK)

Import

ca. 4,36 Mrd. Euro (707 Mrd. ISK)

Inflation

3,5 %

Arbeitslosigkeit

7,6 %

Wirtschaftswachstum

-2,5 %

 

 

Anteile an

 

IWF

117,6 Mio. Sonderziehungsrechte (SZR)
Stimmrechtanteil: 0,08%

Weltbank (IBRD)

Stimmrechtanteil: 0,10%

Europ. Bank f. Wiederaufbau und Entwicklung

Stimmrechtanteil: 0,10%)

 

In der Finanzkrise 2008 mussten einige isländische Banken verstaatlicht werden. Nur durch die Hilfe des IWF und Kredite anderer skandinavischer Länder konnte der Staatsbankrott Islands abgewendet werden. Mittlerweile hat sich die Lage  stabilisiert und viele Unternehmen fahren wieder ansehnliche Gewinne ein. Auch die Arbeitslosigkeit ist rückläufig und es ist schon bald wieder mit einem Wirtschaftswachstum zu rechnen. Dennoch wird der kleine Inselstaat an den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise noch längere Zeit zu leiden haben.
 

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