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Als der Wikinger Ingólfur Arnason im neunten Jahrhundert n. Chr. von einem Land im Westen über dem Meer hörte, beschloss er, das zu jener Zeit weniger friedliche Norwegen zu verlassen und auf Island zu siedeln. Bei der Überfahrt hatte er die Pfeiler seines Hauses aus Norwegen geladen, auf deren Balkenenden, wie zu jener Zeit üblich, der Kopf des germanischen Gottes Thor geschnitzt war. Vor der Küste Islands warf Ingólfur die Hochsitzpfeiler nach damaligem Brauch ins Wasser, um an der Stelle zu sieden, an der sie an Land gespült werden. In den ersten Jahren siedelte Ingólfur auf einer vorgelagerten Insel im Südosten Islands. Diese trägt heute noch seinen Namen und heißt Ingólfshöfði. Doch nach einigen Jahren entdeckten Ingólfurs Sklaven die Hochsitzpfeiler in einer Bucht weiter westlich. Aufgrund der in der Ferne dampfenden Quellen gab Ingólfur ihr den Namen Rauchbuch - Reykjavík. Dies war der Beginn der Besiedlung Islands im Jahre 874 und Ingólfur Arnason gilt damit als der erste, dauerhafte Siedler der Nordatlantikinsel.
In den nachfolgenden Jahrhunderten fiel Reykjavik in der Geschichte des Landes zunächst keine größere Bedeutung zu. Erst im Jahre 1786 erhielt Reykjavik das Stadtrecht, wobei die Ansiedlung damals nur 170 Einwohner zählte. Nachdem das isländische Parlament “Althing” im Jahre 1800 zunächst aufgelöst wurde und im Zuge der einsetzenden Unabhängigkeitsbewegung Islands 1843 wieder eingesetzt und nach Reykjavik verlegt wurde, gewann die heutige Hauptstadt an Bedeutung. Im 19. und insbesondere 20. Jahrhundert vollzog sich dann ein rascher Aufschwung zur Metropole. Die Stadt zählt heute rund 120.000 Einwohner und ist die nördlichste Hauptstadt der Welt. Im Großraum Reykjavik leben mit rund 188.000 Menschen fast zwei Drittel der isländischen Bevölkerung.
In den Schlagzeilen der Weltpresse war Reykjavik vor allem im Jahre 1986, als sich dort im Haus Höfði der US-Präsident Ronald Reagan und der sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow trafen, um über Abrüstungsverträge zu verhandeln. Im Jahr 2000 war Reykjavik Kulturhauptstadt Europas.
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Das Wahrzeichen der Stadt ist die Hallgrímskirkja. Mit dem Bau der Kirche wurde bereits 1945 begonnen. Doch erst 1986 konnte sie eingeweiht werden. Sie ist mit 1.200 Sitzplätzen das größte Gotteshaus Islands. Der Glockenturm ist 73 m hoch und bietet einen schönen Ausblick über Reykjavik. Sehenswert sind auch Dómkirkjan, der Stadtsee Tjörnin und das neue Rathaus, in dessen Erdgeschoss eine große, dreidimensionale Islandkarte steht.
Perlan ist der Name einer großen Glaskuppel, die auf vier Heißwasserbehältern (Inhalt: 24 Millionen Liter 85°C heißes Wasser) auf einem Hügel am Rande der Stadt thront. Das etwas futuristisch anmutende Gebäude ist nach der Hallgrimskirkja das zweite Wahrzeichen von Reykjavik. In einem der Heißwasserbehälter wurde inzwischen ein Wikinger-Museum eingerichtet. Weiterhin beherbergt Perlan einen Wintergarten mit Palmen, ein Restaurant und eine Cafeteria. Die Kuppel dreht sich innerhalb einer Stunde um 360°. In einem der Heißwassertanks wurde inzwischen ein Wikingermuseum eingerichtet. Von hier hat man ebenfalls einen schönen Blick über Reykjavik und das Umland.
Nicht weit von Perlan entfernt befindet sich Islands einziger Badestrand am Meer mit dem Namen „Ylstrand”. Er ist zugleich der nördlichste Badestrand der Welt. Mithilfe von heißen Quellen wird das Meerwasser im Strandbereich umweltfreundlich aufgeheizt und ermöglicht so den Bewohnern der Nordatlantikinsel das Baden im Meer.
Wer durch das Zentrum der Stadt spaziert sollte natürlich auch den Hafen besuchen, der sich nur wenige Meter von der Altstadt entfernt befindet. Die großen Containerschiffe legen in der Regel am Hafen Sundahöfn weiter östlich an. Dort befinden sich entsprechende Kräne zum Verladen der Container. Im alten Hafen nahe der Altstadt findet der Besucher vorwiegend Fischerschiffe. Doch auch die großen Kreuzfahrtschiffe legen hier während ihrer Fahrt durch den Nordatlantik an. Die ausgestellte Dampflok an der Hafenpromenade ist übrigens ein Nachbau der ehemaligen Hafenbahn, die zum Bau des Hafen eingestzt wurde und bis 1928 in Betrieb war. Sie war die einzige Eisenbahn, die es bis heute in Island gab. Inzwischen ist jedoch eine Bahnverbindung zwischen dem internationalen Flughafen Keflavik und dem Inlandsflughafen von Reykjavik geplant.
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Einige Veranstalter bieten zweistündige Stadtrundfahrten an. Wer etwas mehr Zeit hat, sollte Reykjavik auf eigene Faust entdecken und auch einige Museen und Ausstellungen besuchen, wie zum Beispiel das Nationalmuseum oder das Freilichtmuseeum Árbærjarsafn. Außerdem empfehlenswert ist der Besuch der Volcano Show. Der Vulkan-Filmer Villi Knudsen zeigt in seinem Kino Filme von Ausbrüchen der Hekla, Krafla, Askja sowie Eruptionen auf den Westmänner-Inseln. Das Kino befindet sich in der Altstadt von Reykjavik.
Reykjavik ist für viele Touristen, die mit dem Flugzeug nach Island kommen, der Ausgangspunkt für ihre Reise über die Nordatlantikinsel. Daher stellt sich häufig die Frage nach einer geeigneten Unterkunft nach Anreise oder vor der Abreise. In der Stadt gibt es zahlreiche Hotels unterschiedlichster Preisklassen. Im Vergleich zum mitteleuropäischen Preisniveau sind die Hotels vergleichsweise teuer. Viele Urlauber ziehen daher die Übernachtung in einem Gästehaus oder in der Jugendherberge Reykjaviks vor. Alle bekannten Reiseveranstalter können dem Reisenden eine große Auswahl an Gästehäusern und anderen Unterkunftsmöglichkeiten anbieten. Des Weiteren gibt es in Reykjavik und der Umgebung auch einige Ferienhäuser und Ferienwohnungen, die bei verschiedenen Veranstaltern gebucht werden können.
Nachfolgend finden Sie einige große Hotels in der isländischen Hauptstadt. Diese Aufführung ist natürlich nur eine kleine Auswahl an Unterkünften. Bei dem Hotelportal Trivago finden Sie weitere zahlreiche Hotels in Reykjavik mit Preisvergleich und Bewertungen renommierter Hotelbewertungsplattformen.
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Hilton Hotel Nordica |
Park Inn |
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Icelandair Hotel Loftleiðir |
Hotel Reykjavík-Centrum |
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Hotel Frón |
Hotel Cabin |
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Hotel Bjork |
Hotel Gardur |
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Fosshotel Baron |
Fosshotel Lind |
Bildergalerie 1: Reykjavík, Reykjanes und Vestmannaeyjar
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