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Vor der Besiedlung waren etwa 20 Prozent des Landes bewaldet. Aufgrund der Rodungen der ersten Siedler ist heute nur noch ein Prozent der Fläche mit Wald bedeckt. Lediglich am Lögurinn-See in Ostisland und im Þórsmörk-Tal findet man noch ausgedehnte Waldflächen, bestehend aus Birken, Ebereschen und Wolliger Weide. In kleineren, windgeschützten Gebieten, wie Vaglaskógur (bei Akureyrí), in der Felsschlucht Ásbýrgi und im Skaftafell-Nationalpark ist der Boden teilweise baumbewachsen. An Berghängen, die zum Nutzen der Schafe gerodet worden sind, finden sich vereinzelt Zwergsträucher, Erika, Preiselbeeren und Krüppelbirken.
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In tieferen Lagen findet manviele Kräuter, und auch die auf Island weit verbreitete Nördliche Kuckucksblume - eine Orchideenart. In weiten Teilen des Landes stößt man moosbewachsene Lavaflächen. Während Rhyolith- und Obsidanlaven völlig vegetationslos sind, bieten die nährstoffreichen Basaltlaven einen idealen Platz für dicke Moosteppiche und Flechten. In geschützten Felsspalten mit hoher Luftfeuchtigkeit findet man auch den Blasenfarn und Alpenhelm. Das widerstandsfähige stengellose Leimkraut ist eine der wenigen Pflanzen, die sich in den trockenen Asche- und Steinwüsten finden lassen.
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Gebiete, in denen Eis das ganze Jahr über im Boden bleibt, sind für Island nicht typisch. Dennoch trifft man (insbesondere im Hochland) gelegentlich auf Tundrenvegetation. Typisch für trockene Bereiche sind Silberwurz und Gamsheide. An feuchteren Stellen sind die gelb blühende Sumpfdotterblume, das weiß blühende Sumpfherzblatt, das Sumpfveilchen und auch das Gemeine und das Fleischfressende Fettkraut zu Hause.
An warmen Quellen und Bächen stößt man häufig auf eine üppige Vegetation, vorausgesetzt die Beschaffenheit des Bodens lässt diese zu. Die Erdwärme und das auf natürliche Weise aufgeheizte Wasser nutzt man in Island auch für Gewächshäuser. Aus diesem Grund wachsen sogar knapp unterhalb des Polarkreises Bananen - die nördlichsten der Welt - aber auch verschiedene Schnittblumen und auch Weinreben werden hier gezüchtet.
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