Geschichtlicher Überblick

 

Die nachfolgende Tabelle gibt einen chronologischen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte Islands.

Jahr

Ereignis

 

 

vor 16. bis 20 Mio. Jahren

Island entsteht durch vulkanische Aktivitäten am mittelatlantischen Rücken.

bis vor ca. 10.000 Jahren

Das Land ist während Kaltphasen auf der Erde immer wieder unter Eis begraben.

ca. 750 n. Chr.

Irische Mönche halten sich gelegentlich auf der Insel auf.

874

Ingólfur Arnarson ist der erste dokumentierte, dauerhafte Siedler Islands. Es lässt sich in der Bucht von Reykjavik nieder. Weitere Siedler folgten.

930

Das Parlament Althing wird gegründet und ruft den isländischen Freistaat.

982

Erik des Rote segelt nach Grönland.

1000

Leif Eriksson entdeckt Nordamerika. Das Christentum wird eingeführt.

1056

Island bekommt den ersten Bischof; sein Sitz ist Skálholt.

1120-1250

Die Sagas werden niedergeschrieben. Snorri Sturluson gilt als der bedeutendste Autor.

1241

Snorri Sturluson wird ermordet.

1262

Die Zeit der Fremdherrschaft beginnt. Island gerät unter die norwegische Krone.

1380

Norwegen und Island kommen unter die dänische Krone.

1402-1404

Zwei Drittel der Bevölkerung werden Opfer der Pest.

1550

Reformation: Der letzte Bischof wird in Skálholt enthauptet.

1602

Dänisches Handelsmonopol.

1783-1790

Der größte Vulkanausbruch in historischer Zeit (Laki-Spalte) löst eine Hungersnot aus. Der dänische König erwägt, die ca. 40.000 Überlebenden nach Jütland umzusiedeln.

1787

Dänisches Handelsmonopol wird aufgehoben.

1800

Ein dänischer Erlass bewirkt die Auflösung des Palaments Althing.

1809

Der Däne Jürgen Jürgenson ergreift in Island für kurze Zeit die Macht.

1818

Gründung der Nationalbibliothek.

1843

Das Althing nimmt seine Arbeit als beratende Institution wieder auf.  Jón Sirgurdson löst eine Unabhängigkeitsbewegung aus.

1863

Gründung des Nationalmuseums.

1874

1000 Jahre Besiedlung. Island erhält vom dänischen König eine Verfassung.

1885

Gründung der Nationalbank.

1904

Beginn der Selbstverwaltung. Island erhält einen eigenen Minister in Kopenhagen.

1911

Gründung der Universität Islands.

1918

Souveränität unter dänischer Flagge.

1940

Island bleibt vom Zweiten Weltkrieg nicht unberührt. Britische Streitkräfte besetzen die Insel. Ein Jahr später werden sie von US-Streitkräften abgelöst.

1944

Island ruft die Republik aus.

1947

Island wird Gründungsmitglied der OEEC (später die heutige OECD)

1949

Island wird NATO-Mitglied.

1950

Beitritt zum Europarat

1952

Beitritt zum Nordischen Rat

1952, 1958,
1972, 1975

Die Fischereigrenzen werden schrittweise von drei auf 200 Seemeilen ausgedehnt. (Kabeljaukriege)

1963-1967

Entstehung der Insel Surtsey.

1970

EFTA-Mitgliedschaft

1973

Vulkanausbruch auf Heimaey.

1986

Erste Annäherung der Supermächte im Kalten Krieg: Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Ronald Reagen und dem sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow in Reykjavik. Das Treffen leitet die Verhandlungen über den ersten Abrüstungsvertrag ein.

1991

Während des Zerfalls der Sowjetunion erkennt Island als erster Staat die Unabhängigkeit der baltischen Staaten an.

2000

Reykjavík ist Kulturhauptstadt Europas.

2004

Die UNESCO erklärt Thingvellir zum Weltkulturerbe.

2006

Die letzten US-Streitkräfte ziehen aus Island ab.

2008

Surtsey wird von der UNESCO Weltnaturerbe.

 

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